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Wednesday, 10 March 2010


Time is money.

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At least the Pilgrim Fathers used to shoot Indians: the Pilgrim Children merely punch time clocks.
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( Cummings, E.E. (Edward. E.) | America )
A Dictionary of English and Romance Languages Equivalent Proverbs

European Proverbs in 55 Languages with Equivalents in Arabic, Persian, Sanskrit, Chinese and Japanese



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Frank Detje: Interpretationen von Rainald Grosshans

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1. Da ist das Dach mit Fladen gedeckt.
Es herrscht Überfluß; man lebt faul wie im Schlaraffenland.

2(a). Unterm Besen getraut.
Ohne Kirchensegen getraut.
2(b). Freien unter einem Dach ist eine Schande doch gemach (bequem).

3. Da steckt der Besen raus.
Die Herren sind nicht zu Haus.

4. Er sieht durch die Finger.
Er schaut nicht genau hin, weil er auf jeden Fall den Nutzen hat.

5. Da hängt das Messer.
Herausforderung.

6. Da stehen Holzschuhe.
Vergeblich warten.

7. Sie haben einander an der Nase.
Sie betrügen einander.

8. Die Würfel sind gefallen.
Es ist entschieden.

9. Die Narren bekommen die besten Karten.

10. Es hängt vom Fall der Karten ab.

11. Er scheißt auf die Welt.
Er verachtet die Welt.

12. Die verkehrte Welt.
Das Gegenteil dessen, was sein sollte.

13. Durch das Auge (die Grifföffnung) der Schere ziehen.
Auf unehrliche Weise Gewinn machen.
13(a). Auge um Auge.
(Oder dieses statt Nr.13.)

14. Laß ein Ei im Nest.
Etwas in Reserve halten; nicht alles auf einmal ausgeben.

15. Ein Mann mit einer Zahnbinde.
Vielleicht: "Er hat´s faustdick hinter den Ohren".

16a. Er pißt gegen den Mond.
Er strengt sich an, etwas unmögliches zu erreichen.
16b. Er hat gegen den Mond gepißt.
Sein Unternehmen ist fehlgeschlagen.

17. Sein Dach hat ein Loch.

18. Ein altes Dach bedarf vielen Ausbesserns.

19. Das Dach hat Latten.
Es gibt Lauscher.

20. Dort hängt der Topf heraus.
In der verkehrten Welt dient statt der Kanne der Nachttopf als Aushängeschild.

21. Den Narren ohne Seife barbieren.
Jemanden über den Löffel balbieren [barbieren?]; mit jemand seinen Spott treiben.

22. Es wächst zum Fenster heraus.
Es kann nicht geheim bleiben.

23. Zwei Narren stecken unter einer Kappe.
Torheit liebt Gesellschaft.

24a. Den einen Pfeil dem anderen nachsenden.
Falsche Beharrlichkeit.
24b. Alle Pfeile verschießen.
Unüberlegt handelt der, der alle Pfeile verschießt, denn wenn er in Not gerät, hat er keine Reserve mehr.

25. Sie kann sogar den Teufel aufs Kissen binden.
Boshafte Starrköpfigkeit überwindet selbst den Teufel.

26. Er ist ein Pfeilerbeißer.
Ein scheinheiliger Heuchler.

27. Sie trägt Feuer in der einen, doch Wasser in der anderen Hand.
Sie ist doppelzüngig und unaufrichtig.

28a. Er brät den Hering wegen des Rogens.
Mit der Wurst nach der Speckseite werfen, d.h. eine Kleinigkeit um des Vorteils willen opfern.
28b. Sein Hering brät dort nicht.
Es läuft nicht alles wunschgemäß.
28c. Er hat einen Deckel auf dem Kopf.
Eins auf den Deckel kriegen; für den Schaden aufkommen müssen.

29a. Er hat mehr in sich als ein leerer Hering.
Vieles hat oft einen tieferen Sinn als oberflächliche Betrachtung erkennen läßt.
29b. Der Hering hängt an seinen eigenen Kiemen.
Man muß die Folgen seiner Fehler selbst tragen.

30. Er sitzt zwischen zwei Stühlen in der Asche.
Eine Gelegenheit versäumen; nichts ausrichten.

31. Was kann der Rauch dem Eisen anhaben?
Es ist nutzlos, gegen Unveränderliches anzugehen.

32. Die Spindeln fallen in die Asche.
Die Sache ist fehlgeschlagen.

33. Läßt man den Hund herein, so kriecht er in den (Topf) Schrank.
Das Nachsehen haben; den letzten beißen die Hunde.

34. Hier zieht die Sau den Zapfen raus.
Mißwirtschaft; Nachlässigkeit rächt sich.

35. Er rennt mit dem Kopf gegen die Wand.
Rücksichtslos und jähzornig Unmögliches versuchen.

36. Er ist in Harnisch gebracht.
Aufgebracht, zornig sein.

37. Er hängt der Katz die Schelle an.
Wenn jemand etwas plant und jedermann davon in Kenntnis setzt, geht sein Unternehmen schief aus; oder: sich einer schwierigen Aufgabe unterziehen.

38. Bis an die Zähne bewaffnet.

39. Ein Eisenfresser.

40. Der Hennetaster.
Sich um ungelegte Eier kümmern.

41. Er nagt immer an einem Knochen herum.
Langwierige, vergebliche Arbeit; oder: alles beständig wiederholen.

42. Da hängt die Schere heraus.
Sinnbild der Beutelschneiderei.

43. Er spricht aus zwei Mündern.
Doppelzüngig, unaufrichtig.

44. Der eine schert Schafe, der andere Ferkel.
Der eine hat den Vorteil, der andere den Nachteil; oder: einer lebt im Überfluß, der andere in Not.

45. Viel Geschrei und wenig Wolle.

46. Scher sie, aber schinde sie nicht.
Seid nicht um jeden Preis auf euern Vorteil bedacht.

47. Geduldig wie ein Lamm.

48a. Die eine rocknet, was die andere spinnt.
Üble Nachrede weitertratschen.
48b. Paß auf, daß kein schwarzer Hund dazwischen kommt.
Die Sache könnte schiefgehen.
(Oder: 48(a). "Wo zwei Weiber zusammen sind, ist kein bellender Hund nötig".)

49. Er trägt das Licht mit Körben an den Tag.
Er vertut seine Zeit nutzlos.

50. Kerzen für den Teufel anzünden.
Es ist gut, sich in allen Lagern Freunde zu machen; jedermann schmeicheln.

51. Er geht beim Teufel zur Beichte.
Geheimnisse seinen Feinden preisgeben.

52. Ein Ohrenbläser.

53. Der Kranich hat den Fuchs zu Gast.
Bruegel verwendet das schon Äsop bekannte Fabelmotiv: zwei Betrüger sind stets auf ihren Vorteil bedacht.

54. Was nützt ein schöner Teller, wenn nichts drauf ist?

55. Er ist ein Schaumlöffel.
Ein Schaumschläger.

56. Er ist angekreidet.
Es wird nicht vergessen.

57. Er schüttet den Brunnen zu, wenn das Kalb ertrunken ist.
Erst wenn das Unglück geschehen ist, wird etwas unternommen.

58. Er läßt die Welt auf seinem Daumen tanzen.
Alles tanzt nach seiner Pfeife.

59. Da steckt ein Stock im Rad.
Jemandem Knüppel zwischen die Beine werfen.

60. Wer durch die Welt will, muß sich krümmen.
Wer etwas werden will, muß schlau und charakterlos sein.

61. Er bindet Gott einen flächsernen Bart um.
Betrug wird oft unter der Maske der Scheinheiligkeit verübt.

62. Er wirft Rosen (Perlen) vor die Säue.
Vgl. Matthäus 7,6 - Verschwendung an Unwürdige.

63. Sie hängt ihrem Mann den blauen Mantel um.
Sie betrügt ihn.

64. Das Schwein ist durch den Bauch gestochen.
Die Sache ist von vornherein abgemacht; es ist unwiderruflich.

65. Zwei Hunde an einem Bein (Knochen), kommen selten überein.
Sich erbittert um ein und dieselbe Sache streiten; Sinnbild für Habgier und Mißgunst, die dem Neidischen eigen sind.

66. Auf glühenden Kohlen sitzen.
Angstvoll und in großer Ungeduld sein.

67a. Das Fleisch am Spieß muß begossen werden.
67b. Es ist gesund, ins Feuer zu pissen.
67c. Sein Feuer ist ausgepißt.
Da ist kein Feuer mehr drin.

68. Mit ihm ist kein Spieß zu drehen.

69a. Er fängt Fische mit den Händen.
Er ist gewitzt, ein Schlaumeier, d.h. der profitiert von der Arbeit anderer - während die anderen nämlich die Netze auswerfen, nimmt er die Fische aus dem Netz.
69b. Einen Stint werfen, um einen Kabeljau zu fangen.
Sinngemäß wie Nr. 28a.

70. Er fällt durch den Korb.
Durchgfallener Freier; einen Korb bekommen; scheitern.

71. Er hängt zwischen Himmel und Erde.
Er hat sich in eine mißliche Lage gebracht und weiß nicht, wie er sich entscheiden soll.

72. Sie greift nach dem Hühnerei und läßt das Gänseei fahren.
Gierig eine schlechte Wahl treffen.

73. Er gähnt den Ofen an.
73(a). Der muß lange gähnen, der den Ofen übergähnen will.
(Oder dieses: 73(b) "Er versucht, sein Maul weiter aufzureißen als eine Ofenklappe".)
Er überschätzt seine Fähigkeiten; oder: vergebens gegen Stärkere angehen.

74. Er kann nicht von einem Brot zum anderen gelangen.
Er kommt mit seinem Geld nicht aus.

75. Er sucht das Beilchen.
Er sucht einen Vorwand, eine Ausflucht.
75(a). Hier ist er mit seiner Laterne dabei.
Hier kann er einmal sein Licht leuchten lassen. (Dieses auch.)

76. Ein Beil mit dem Stiel.
Das Ganze? (Die Bedeutung ist nicht sicher.)

77. Eine Harke ohne Stiel.
Etwas Unbrauchbares? (In der Bedeutung ungeklärt.) Es handelt sich bei dem Gegenstand um einen Teigschaber.

78. Wer seinen Brei verschüttet hat, kann nicht alles wieder aufraffen.
Angerichteter Schaden ist nicht wieder gutzumachen.

79. Sie ziehen ums längste.
Jeder reißt sich um seinen Vorteil.

80. Er hält sich fest.
 (Er fügt ein "?" hinzu.)
80(a). Die Liebe ist auf der Seite, an der der Geldbeutel hängt.
(Grosshans glaubt, dies sei die richtige Interpretation.)

81a. Er sitzt sich selber im Licht.
81b. Es sucht keiner den anderen im Ofen, der nicht selbst darin war.
Nur der denkt schlecht über andere, der selbst schlecht ist.

82. Er spielt auf dem Pranger.
Wenn man auf dem Pranger steht, sollte man die Aufmerksamkeit nicht auf sich lenken; auch: sich etwas zu Unrecht herausnehmen.

83. Er fällt vom Ochsen auf den Esel.
Schlechte Geschäfte machen.

84. Es tut dem einen Bettler leid, daß der andere vor der Türe steht.

85. Er kann durch ein Eichenbrett sehen, wenn ein Loch drin ist.

86a. Er reibt den Hintern an der Tür.
Sich über alles hinwegsetzen.
86b. Er läuft mit seinem Päckchen.
Jeder hat seine Last zu tragen.

87. Er küßt den Ring.
Er übt sich in falscher und übertriebener Ehrfurcht.

88. Er fischt hinter dem Netz.
Die Gelegenheit verpassen; nutzloses Tun.

89. Die großen Fische fressen die kleinen.

90. Ihn kränkt es, daß die Sonne ins Wasser scheint.
Des Nachbarn Wohlergehen mir Kummer macht, mich kränkt, daß die Sonne ins Wasser lacht; Mißgunst.

91. Er wirft sein Geld ins Wasser.
Das Geld zum Fenster hinauswerfen, vergeuden.

92. Sie scheißen beide durch dasselbe Loch.
Unzertrennliche Spießgesellen.

93. Es hängt wie ein Scheißhaus über dem Graben.
Die Angelegenheit ist eindeutig.

94. Er will zwei Fliegen mit einem Schlag treffen.
Aber keine wird erwischt, d.h. zuviel Ehrgeiz im Leben wird bestraft.

95. Sie schaut dem Storch nach.
Sie vertut ihre Zeit.

96. An den Federn erkennt man den Vogel.

97. Er hängt den Mantel nach dem Wind.
Er paßt seinen Standpunkt den jeweiligen Umständen an.

98. Er schüttet die Federn in den Wind.
All seine Mühen waren umsonst; planlos arbeiten.

99. Aus fremder Leute Haut schneidet man gute Riemen.
Es ist leicht, mit dem Besitz anderer großzügig zu sein.

100. Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.
Alles hat seine Grenzen.

101. Er faßt den Aal beim Schwanz.
Eine schwierige Sache, die mißlingen wird.

102. Es ist schwer, gegen den Strom zu schwimmen.
Wer sich gegen die allgemeinen Gesetze auflehnt und sich ihnen nicht fügen will, hat es schwer im Leben.

103. Er hängt seine Kutte über den Zaun.
Er bricht mit dem Herkömmlichen, ohne zu wissen, ob er sich in seiner neuen Umgebung zurechtfinden kann.

104a. Er sieht die Bären tanzen.
Ihn hungert so sehr, daß er schon Bären tanzen sieht.
104b. Wilde Bären sind gern beieinander.
Welche Schande für den Menschen, daß er mit seinesgleichen nicht auskommt.
(Dieses Sprichwort ist nicht sicher zu bestimmen. Sprichwörter 104a und 104b sind mögliche Deutungen.)

105a. Er läuft, als hätte er Feuer am Hintern.
Er befindet sich in einer bedrängten Lage.
105b. Wer Feuer frißt, scheißt Funken.
Wer etwas Gefährliches unternimmt, braucht sich über den entsprechenden Erfolg nicht wundern.

106a. Wenn das Tor offen ist, laufen die Schweine ins Korn.
Ohne Aufsicht geht alles drunter und drüber.
106b. Nimmt das Korn ab, so nimmt das Schwein zu.
Was einem zum Nachteil ist, nützt dem anderen.

107. Ihm ist es gleich, wessen Haus brennt, wenn er sich nur an den Kohlen wärmen kann.
Er nimmt jede Gelegenheit wahr, um zu seinem Profit zu kommen.

108. Eine rissige Mauer ist bald zerrüttet.

109. Vor dem Wind ist gut segeln.
Unter günstigen Voraussetzungen hat man leicht Erfolg.

110. Er hat ein Auge im Segel.
Er paßt auf.

111a. Wer weiß, warum die Gänse barfuß gehen.
Es wird seinen Grund haben.
111b. Bin ich zum Gänsehüten nicht berufen, so laß ich Gänse Gänse sein.

112. Roßäpfel sind keine Feigen.
Man soll sich nichts weismachen lassen.

113. Er schleift den Klotz.
Ein betrogener Freier; er rackert sich für etwas ab, das keinen Sinn hat.

114. Angst macht das alte Weib laufen.
Die Not verhilft zu Fähigkeiten, die man sonst nicht aufbringt.

115. Er bescheißt den Galgen.
Er fürchtet sich vor keiner Strafe; er ist ein Galgenvogel, der übel enden wird.

116. Wo Aas ist, fliegen die Krähen.

117. Wenn ein Blinder den anderen führt, fallen sie beide in den Graben.
Wenn ein Unwissender andere führt, gibt es ein Unglück.

118. Die Reise ist noch nicht zu End, wenn man Kirch und Turm erkennt.
Das Ziel ist erst dann erreicht, wenn man seine Aufgabe ganz erfüllt hat.
118(a). Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch an die Sonnen.
Nichts bleibt verborgen, ungesühnt.


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